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dr.monnet.ch letzte Anpassung dieser Seite: 10.07.2007
Eine Masern-Epidemie breitet sich in der Schweiz aus.
Seit Anfang Jahr hat das Bundesamt für Gesundheit 414 Fälle registriert, davon 236 im Kanton Luzern. Jeder zehnte Kranke musste ins Spital eingeliefert werden.
Dass rund die Hälfte der Krankheitsfälle im Kanton Luzern festgestellt wurden, ist laut Jean-Luc Richard vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) kein Zufall. Luzern sei auch
der Kanton mit der tiefsten Maserndurchimpfungsrate bei unter Zweijährigen, sagte er auf Anfrage. Nur 78 Prozent der Bevölkerung seien geimpft - schweizweit seien es 86 Prozent.
Allerdings wird auch der Rest der Schweiz nicht von der Krankheit verschont. Seit Januar wurden Masern beispielsweise bei 61 Personen im Kanton Bern, bei 34 Menschen in Genf,
bei 16 in Zürich und bei 14 in Zug diagnostiziert.
Das BAG sei besonders alarmiert, weil die Epidemie von vielen Komplikationen begleitet sei, sagte Richard. "Jeder zehnte Kranke musste ins Spital gebracht werden - vor allem mit
Hirn- oder Lungenentzündungen." Insgesamt leide gar jeder fünfte Kranke unter Komplikationen. Ein Epidemie ähnlichen Ausmasses hatte es letztmals im Jahr 2003 gegeben.
Damals waren im ganzen Jahr rund 1100 Fälle aufgetreten. Die letzte grosse Masernepidemie liegt genau zehn Jahre zurück: 1997 erkrankten in der Schweiz rund 6400 Menschen an Masern.
(c) Tamedia AG - Quellen: tagesanzeiger.ch 10.07.2007 (rom/sda)
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